Im bayerischen Steinwald
die Seele baumeln lassen

Ein Geheimtipp für Natur- und Ruhesuchende mitten in Deutschland

Erbendorf (djd|wro) - Klein, aber oho: Das ist der Naturpark Steinwald im Nordosten Bayerns. Zwar ist er der zweitkleinste von insgesamt 19 bayerischen Naturparks. Doch das Erholungs-gebiet hat sowohl für Familien als auch für Wandernde, Radfahrende sowie Naturfreunde und -freundinnen einiges zu bieten. Zudem setzen sich viele Aktive für Arten- und Natur-schutz, biologische Vielfalt und ökologische Landwirtschaft ein.

Im bayerischen Naturpark Steinwald können
Familien, Wandernde und Radfahrende die Natur in Ruhe genießen.
Foto: djd/Zweckverband Steinwald-Allianz/Matthias Kunz

Vom 33 Meter hohen Oberpfalzturm, einer der Sehenswürdigkeiten des Steinwaldes, kann man über das größte zusammenhängende Waldgebiet Mittel-europas blicken. Foto: djd/Zweckverband Steinwald-Allianz

Den Naturpark aktiv erleben

Der Naturpark Steinwald liegt zwischen Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald. Seine Landschaft ist vielfältig: Basaltkuppen, bizarre Felsformationen, über tausend Fischteiche und eine kleinteilige Kulturlandschaft charakterisieren die Region. Auf Rundwanderwegen wie dem Waldhistorischen Lehrpfad im Sü-den des Parks oder dem WaldErlebnispfad Fuchsmühl können Reisende die Natur intensiv erleben, interaktiv entdecken und viel über die Themen Wald, Wild, Geologie, Forstwirtschaft und Ge-schichte lernen. Mit dem Rad kann der Steinwald außerdem um-rundet werden. Der gleichnamige Steinwald-Radweg leitet Fahr-radfahrer auf 63 Kilometern durch das sanft hügelige Mittelge-birge. Informationen zu diesen und weiteren Routen durch die ursprünglichen Waldlandschaften gibt es unter www.stein
wald-urlaub.de
 . Das gut ausgebaute Wander- und Radnetz führt zu vielen interessanten Sehenswürdigkeiten. Der auf 946 Metern Höhe gelegene Oberpfalzturm beispielsweise bietet einen der schönsten Fernblicke. Trotz seiner Popularität sind Besucher auf dem Turm oft allein und können somit den Ausblick in aller Ruhe genießen. An den Burgruinen Weißenstein oder Waldeck kann man zudem in die Geschichte der Region und das Leben
der Menschen in früheren Jahrhunderten eintauchen.

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Lebensraum für bedrohte Tiere

Dank eines aktiven Naturschutzes und der Schaffung beruhigter Bereiche fühlen sich im Steinwald viele heimische Tierarten, wie das Rotwild, wohl. Die Re-gion ist auch Lebensraum für besondere Arten wie Kreuzottern, Habichtskäuze, Gartenschläfer oder Flussperlmuscheln, die in vielen Gebieten als aus-gestorben gelten und auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen. Seit Kurzem durchstreifen sogar Luch-se wieder das Gebiet. Mitarbeitende und Ehrenamt-liche einiger Vereine kümmern sich gemeinsam mit zwei Rangern darum, die Landschaft zu erhalten und zu pflegen sowie die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Zudem befassen sie sich intensiv mit Be-sucherlenkung, biologischer Vielfalt, Kultur, Umwelt-bildung und ökologischer Landwirtschaft. 

An Gehegen kann die ganze Familie entspannt heimische Tiere, wie das Rotwild, beobachten.
Foto: djd/Zweckverband Steinwald-Allianz

Aus diesem Grund hat der Verband Deutscher Naturparke den Steinwald Ende des Jahres 2021 als Qualitäts-naturpark ausgezeichnet. Der Park im Nordosten Bayerns ist ein Paradies für alle, die Ruhe und Erholung in-mitten der Natur suchen.

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Die Ruine Waldeck zählt zu den ältesten Burgen der Oberpfalz. Vom Schlossberg aus blickt man auf das Kemnather Land und die umliegenden erloschenen Vulkanberge. Foto: djd/Zweckverband Steinwald-Allianz