RE-use | RE-duce | RE-cycle zum Anfassen

Upcycling statt Müllhalde: Jugendliche bauen Lampen
aus Schrott im Sommerkurs bei zdi.NRW

Düsseldorf (ots)|wro) - Passend zum diesjäh-rigen Jahresmotto "RE-use | RE-duce | RE-
cycle - aus Alt mach Neu" von zdi.NRW haben Jugendliche in Köln ihre Kreativität beim Lam-penbau ausgelebt. Aus gesammeltem Schrott und Sperrmüll designten sie unter Anleitung ihre eigenen Lampen - und lernten nebenbei einiges über die MINT-Fächer. Ein Paradebei-spiel für gelungene Berufs- und Studienorien-tierung im MINT-Bereich, finanziert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und die Regionaldirektion NRW der Bundes-agentur für Arbeit.

Wenn MINT auf Sperrmüll, Schrott und Kreativität trifft: Stolz sind die Teilnehmer:innen auf ihre selbst gebauten Lampen. Bild: zdi-Zentrum Köln/Fotograf: zdi.NRW

Als die fünf Mädchen und drei Jungen der Klassen 7 bis 11 am ersten Kurstag in der Bildhauerei eintrafen, erwartet sie bereits ein großer Tisch voll mit Schrott: Fund-stücke vom Baumarkt oder Flohmarkt,
Teile aus der gelben Tonne oder vom Schrottplatz. Daraus suchten sie sich Teile aus, die sie für ihr Lampenprojekt nutzen wollten. Und in den folgenden fünf Tagen gestalteten die Schüler:innen dann daraus ihre eigene Upcycling-Lampe.

Dabei begleiteten sie zwei Dozent:innen von der Bildhauerei Köln. Sie vermittelten ihnen Basiswissen zu Formen und Design, zum Medium Licht als Objekt sowie Elek-trotechnik und Lichttechnik. Außerdem lei-teten sie die Jugendlichen ganz individuell beim Umgang mit verschiedenen Mate-rialien wie Holz, Plastik oder Metall an. Und ganz nebenbei lernten die Jugendlichen so einiges über Nachhaltigkeit. Welchen Nut-zen kann Müll noch haben und wie kann man ihn wiederverwerten?

Künstler:innen werben
für Kreativität und Nachhaltigkeit

Im Handwerker- und Künstleratelier in Köln lädt schon das Ambiente zum Kreativwer-den ein. Überall sieht man Kunstgegenstän-de und Werkzeuge, es riecht nach Holz und Farbe. Zwei Künstler:innen des Ateliers h-aben den Ferienkurs geleitet: Eik Niemann, Tischler, Handwerker und Allrounder und Katrin Kleinau, diplomierte Künstlerin und Bildhauerin.

"Mir macht es besondere Freude, Bewusst-sein dafür zu schaffen, sich mit Formen, Materialien und Oberflächen von Fund-stücken unter ästhetischen Aspekten aus-einanderzusetzen", sagt Katrin Kleinau. Sie möchte die Lust fördern, Müll kreativ neu
zu erschaffen und einen wertschätzenden Blick darauf zu werfen. "Denn ursprünglich ist der Schrott, mit dem wir in den letzten fünf Tagen arbeiteten, aus wertvollen, fos-silen Materialien gefertigt," fügt sie hinzu.

Auch Eik Niemann blickt optimistisch auf die fünf Tage mit den Schüler:innen zurück: "Ich hoffe, dass wir anhand der Umsetzung handwerklich als auch künstlerisch zeigen konnten, wozu Schrott noch alles verwen-det werden kann und wir bei den jungen Menschen den Horizont noch weiter öffnen konnten."

Haptisch, kreativ und
mit einem praktischen Ergebnis

Sandra Grinblats vom zdi-Zentrum in Köln ist ebenfalls begeistert von dem Pilotkurs. "Der Kurs war außergewöhnlich; individuell, haptisch, praktisch und kreativ", beschreibt sie begeistert. "Es war einfach toll, zu sehen, was für tolle Objekte aus Müll entstehen."

Besonders zu beobachten war der persön-liche Effekt auf die Jugendlichen. Man konnte ihnen ansehen, wie der kreative Prozess und das selbst gestaltete Objekt ihrem Selbstwertgefühl guttaten.

Das bestätigt auch die Schülerin Viktoria, die im Anschluss eine Mail an die Organis-tor:innen geschrieben hat: "Ich liebe es, Zuhause zu basteln, bauen ... und als der neue Newsletter kam und meine Eltern ihn mir vorgelesen haben, da hat mich "HAND-WERK TRIFFT KUNST" direkt angespro-chen! Daher hab ich mich gleich angemel-det. Der Kurs war einfach nur WUNDER-SCHÖN und hat MEGA Spaß gemacht! Ich hätte nicht gedacht, dass wir so tolle Lam-pen bauen und dass die Zeit so schnell ver-geht. Ein Tag war wirklich verrückt: gefühlt fast GAR NICHTS GESCHAFFT, dabei aber die ganze Zeit MEGA beschäftigt mit boh-ren, feilen, schneiden... Vielen Dank dass ich dabei sein durfte!!!"

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gebote in allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. In den vergangenen 15 Jahren hat zdi über 2 Millionen junge Menschen erreicht. Über 70 Schüler:innen-laboren bieten Kindern, Jugendlichen, aber auch jungen Erwachsenen Raum, um MINT zu erleben, ihrer Begeisterung für MINT nachzugehen und sich über MINT-Aus-bildungs- und Studiengänge zu informie-ren. Koordiniert wird zdi vom Ministerium
für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen. Landesweite Partner:innen sind unter anderem das Ministerium für Schule und Bildung, das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen und die Regionaldi-rektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Weitere Informationen unter: 
www.zdi-portal.de und 
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