Der Grünen-Bundesvorstand
um Ricarda Lang und Omid Nouripour besucht GP JOULE

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Reußenköge (ots|wro) - Die Klimaziele einhalten und endlich unabhängig werden von Öl und Gas: Der Bundes-vorstand von Bündnis 90/Die Grünen um die beiden Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour hat sich  bei dem Energiewende-Unternehmen GP JOULE im nord-friesischen Reu-ßenköge über die Themen Energie-sicherheit und -effizienz informiert. Dabei stellte der CEO und Mitgrün-der von GP JOULE Ove Petersen dar, wie eine effektive Energiewende aussehen muss.

Ove Petersen, CEO von GP JOULE, im Gespräch mit Ricarda Lang, Aminata Touré und Omid Nouripour (v.l.n.r.) am Firmensitz von GP JOULE im nordfriesischen Reußenköge. Foto: GP JOULE

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Petersen zeigte sich im Gespräch mit dem Bundes-vorstand der Grünen sowie den Spitzenkandidatinnen zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein Monika Hei-nold und Aminata Touré sehr besorgt: „Wenn wir weitermachen wie bisher, werden wir die glo-bale Energiewende nicht rechtzeitig schaffen.“

Dazu bräuchte es laut Petersen viel mehr erneuerbare Energie, viel mehr Grünen Wasserstoff, einen an die Erneuerbaren angepassten Verbrauch von Strom – und die Nutzung bestehender Infrastruktur: So könn-te in der Nähe von Wind- und Solarparks erzeugter Grüner Wasserstoff über die bestehenden Gasnetze transportiert werden. „Dann sparen wir uns große Teile des teuren und sehr langwierigen Stromnetz-ausbaus“, sagte Petersen. Das würde den Umbau unseres Energiesystems hin zu 100% erneuerbaren Energien deutlich beschleunigen.

Regionale Wasserstoffwirtschaft
in Nordfriesland

Wie nachhaltige Wasserstoff-Infrastruktur funktio-niert, konnten die Bundesvorstände und Landes-Spitzenkandidatinnen der Grünen bei ihrem Besuch vor Ort kennenlernen: Hier in Nordfriesland wird Wasserstoff aus Windstrom produziert, an zwei 

Tankstellen geliefert und im regulären Nahverkehr in zwei Wasserstoffbussen genutzt. Auf einer Tour in einem dieser Wasserstoffbusse erfuhren die Politi-kerinnen und Politiker mehr über das von GP JOULE initiierte Projekt eFarm, sahen die H2-Tankstelle in Husum und konnten am Firmensitz in Reußenköge den Elektrolyseur in Augenschein nehmen.

Beim anschließenden Gespräch mit den Grünen-Spit-zenpolitiker*innen machte Petersen deutlich, dass wir für die Versorgung mit Grünem Wasserstoff und er-neuerbarem Strom keine Energieimporte nach Europa bräuchten. Das torpediere nur den Ausbau Erneuer-barer Energien hierzulande. „Wir haben die Fläche. Wir können unseren Energiebedarf in Europa selbst decken – sicher und wirtschaftlich, im Einklang mit unseren Werten und Interessen, technisch robust und politisch stabil.“

Das Thema Energiesouveränität spiele dabei eine wichtigere Rolle denn je: „Die aktuelle Situation zeigt, dass unsere Unabhängigkeit und Sicherheit maßgeb-lich von einem funktionierenden Energiesystem auf Basis von Erneuerbaren Energien und Grünem Wasserstoff abhängen“, sagte Petersen.