Solarenergie:
Schindel-Matrix-Modul löst
herkömmliches Solarmodul ab

Weltweit erste Fertigungsanlage für Schindel-Matrix-Solarmodule geht in Betrieb

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  • M10 Industries AG und ZAHORANSKY AG gründen Joint Venture zur Herstellung und Vermarktung der Modul- Fertigungstechnologie

  • Fraunhofer ISE: "Matrix-Schindelmodule sind präde-stiniert für integrierte Anwendungen"

  • M10 Solar Equipment GmbH - Finalist bei dem "Intersolar Innovation Award 2022"

  • Weltweit erste Fertigungsanlage für Schindel-Matrix- Solarmodule geht in Betrieb.

Schindel-Matrix-Modul (M10Solar) löst herkömmliches
Solarmodul ab. Bild: M10 Solar Equipment GmbH/Fotograf:
Christian Hanner

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Innovative Schindel-Matrix-Solartechnologie:

Nach einer Rekord-Entwicklungszeit von nur sieben Monaten hat das Forschungs- und Entwicklungs-konsortium bestehend aus Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und M10 Industries AG eine Fertigungsanlage zur Herstellung von Schindel-Matrix-Solarmodulen in die Serienreife gebracht.

Als erste Maschine in der Modul-Produktionslinie bestimmt die einzigartige Solarzellen-Verschal-tungsanlage "SURFACE" maßgeblich die finale Form des Solarmoduls. Die konventionelle Zellen-Verle-gungsweise, welche die Zellen vertikal ausrichtet und als String verschaltet, wird abgelöst durch ein voll-flächiges Verlegen von Zellstreifen, wobei diese überlappend verschaltet und vertikal versetzt gelegt werden. Der Solarstrom fließt vollflächig durch diese Modul-Matrix wobei die Zellen jeder Reihe seriell und mit den angrenzenden Reihen parallel verschaltet sind. Die Vorteile liegen einerseits in der wesentlich größeren Leistungsausbeute bei Teilverschattung der Module und andererseits in einem wertvollen Er-scheinungsbild in Kombination mit einer einfachen Skalierbarkeit der Modulgröße. . Dies wird neue Einsatzgebiete in der Gebäude- und Fahrzeuginte-grierten PV erschließen.

Die Verschaltungsanlage "SURFACE" kann bis zu 12.000 PV-Zellenstreifen pro Stunde verarbeiten. Zudem können Modulgrößen von einer Dachziegel-größe bis zu einer Größe von 1,30m x 2,30m pro-duziert werden. Die Verlegung der Zellstreifen kann mit großen Freiheitsgraden programmiert werden.
Ein Abstand von bis zu 3 cm zwischen den horizon-tal angeordneten Zellen erlaubt große Gestaltungs-möglichkeiten, sodass teiltransparente Glas-Glas-Module möglich sind.

Bemerkenswert ist, dass die "SURFACE" die weltweit erste Verschaltungs-Maschine ist, die sowohl alle Zellentypen (z.B. PERC, TOPCon, HJT, usw.) als
auch Zell-Formate (M0 bis M12) verlegen kann.

Hinzu kommt ein Umweltvorteil gegenüber her-kömmlichen Modulen durch die 100 Prozent blei-freie Verschaltung der Zellen. Durch die besonders kompakte, aber auch servicefreundliche Bauweise der M10-Verbindungsmaschine ist eine Integration in herkömmliche Modulproduktionslinien einfach und modular. 

    • M10 Industries AG und ZAHORANSKY AG gründen Joint Venture zur Herstellung und Vermarktung der Modul-Fertigungstechno-
      logie

    Um die Vermarktung und technische Optimierung der Maschine zu realisieren, wurde mit der Firma ZAHO-RANSKY AG ein leistungsstarker und automatisie-rungserfahrener Partner gefunden.

    Nachdem die M10 Industries AG und die ZAHORAN-SKY AG schnell die Zukunftsperspektiven der Techn-ologie und das Vermarktungspotential erkannt hatten, gründeten sie ein Joint Venture mit dem Namen "M10 Solar Equipment GmbH". Dieses Unternehmen wird die "SURFACE" nun am Standort Freiburg produ-zieren und weltweit vermarkten.

    Zur Zielgruppe von M10 Solar Equipment gehören Modulhersteller und Fassadenbauer, die in den zukunftsträchtigen Markt der gebäudeintegrierten Photovoltaik einsteigen wollen.

    "Photovoltaik bietet einen Ausweg aus der Klimakri-se", so Ulrich Zahoransky, Vorstand der ZAHORAN-SKY AG. "Daher bringen wir unsere Erfahrung und Leidenschaft für hoch automatisierte Fertigungslö-sungen gerne mit in die Partnerschaft ein." Das Un-ternehmen mit Sitz im Baden-württembergischen Todtnau ist einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Formen und Maschinen zur Bürstenher-stellung der Medizintechnik sowie in der Industrieautomatisierung.

    "Wir freuen uns sehr, mit ZAHORANSKY einen idea-len Partner gefunden zu haben, mit dem wir die inno-vative Matrix-Produktionstechnologie erfolgreich in den dynamisch wachsenden, aber hart umkämpften Photovoltaik-Markt einführen können," unterstreicht Günter Schneidereit, Vorstandsvorsitzender und Gründer von M10 Industries AG.

    • Fraunhofer ISE: "Matrix-Schindelmodule sind prädestiniert für integrierte Anwendungen"

    Die Schindel-Matrix-Technologie wurde federfüh-rend von M10 Industries AG und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE im Rahmen des durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima geförderten Projekts "Shirkan" (Förderkennzei-chen 03EE1026B) entwickelt.