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Ericsson Connected Recycling
macht Plastikabfall zu Geld

  • Neue Plattform soll das Recycling von PET-Flaschen global nachverfolgen und so die Abfalltransparenz erhöhen.
  • Dank der Ericsson Wallet Plattform als technische Grundlage können Verbrauche-rInnen Plastikflaschen einfach zu Geld machen.
  • Die Ericsson Connected Recycling Plattform ist eine Antwort auf die UN-Resolution zur Eindämmung der globalen Plastikverschmutzung.

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Düsseldorf (ots|wro)Ericsson Connected Recycling soll zur Reduzierung und Wie-derverwertung von Plastikabfällen auf der ganzen Welt beitragen. Die Initiative, die von Ericsson MitarbeiterInnen im Rahmen des Ericsson ONE Inkubators gegründet wurde, bietet eine Plattform, um PET-Fla-schen global nachverfolgen zu können. Diese Plattform erhöht die Transparenz über den Verbleib von Plastikabfall und schafft einen geschlossenen PET-Wertstoffkreislauf.

Ericsson HQ. Architect: Wingårdhs Arkitektkontor Bild: Ericsson GmbH/ Fotograf: Michael Perlmutter

Unsere Abhängigkeit von Einwegprodukten und Plastikverpackungen schadet unserer Umwelt und hinterlässt irreversible Schäden. Nach Angaben des Science Journal werden derzeit jährlich etwa 450 Millionen Tonnen Plastik produziert, und die Produktion wird sich bis 2045 verdoppeln. Der weltweit größte maritime Müllteppich, der Great Pacific Garbage Patch (GPGP), bedeckt bereits jetzt eine geschätzte Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern. Damit ist er dreimal so groß wie Frankreich. Es gibt bereits zahlreiche Initiativen, um das Plastik aus der Umwelt zu entfernen. Entsorgung ist letztlich jedoch keine Lösung. Für eine permanente Bekämpfung des Problems muss die Entstehung von Plastikmüll von vornherein verhindert werden. Unternehmen müssen also die bisherigen linearen Produktionsabläufe durch einen wirklichen Produkt- und Rohstoffkreislauf ersetzen.

Hier setzt Ericsson Connected Recycling an. Die Plattform basiert auf der Fintech-Initiative Ericsson Wallet, die weltweit bereits von mehr als 300 Millionen Menschen genutzt wird und leicht skalierbar ist. Sie bietet die Möglichkeit, im Nahen Osten und in Afrika in großem Umfang finanzielle Anreize für das Recycling zu schaffen, indem sie die Bevölkerung finanziell für das Recyceln von Plastik belohnt.

Wenn Menschen PET-Flaschen an eine Müllsammelstelle bringen, sollen sie dort über die Ericsson Wallet Plattform für diese Flaschen bezahlt werden. Die Flaschen werden dann wiederum an einen Recycler weiterverkauft, der diese wiederaufbereitet und zurück an Getränkekonzerne verkauft. Alle Zahlungen, Volumina und Transaktionen werden aufge-zeichnet und gespeichert. So lässt sich der Kreislauf schließen und VerbraucherInnen können Plastikabfall zu Geld machen. Das Projekt soll zunächst im Nahen Osten eingeführt und dann auf Länder, in denen es die Wallet-Plattform gibt, ausgeweitet werden. Dieses System könnte außerdem auch eingesetzt werden, um das Recycling von anderen Roh-stoffen wie Glas oder Aluminium zu unterstützen.

Über Ericsson Connected Recycling können Regierungen und Hersteller zudem sehen, wo PET-Flaschen nach ihrem Gebrauch genau landen. Die Orchestrator-Plattform ist in der Lage Informationen über Marken und Volumen der Flaschen zu sammeln.

Die Ericsson Connected Recycling-Initiative ist eine Antwort auf die UN-Resolution von März 2022, die zum Ziel hat die Plastikverschmutzung durch Kreislaufwirtschaft zu stop-pen. Die Resolution deckt den gesamten Lebenszyklus von der Gewinnung der Chemika-lien zur Herstellung bis hin zur Entwicklung recycelbarer Produkte ab und soll bis 2024 als internationales rechtsverbindliches Abkommen in Kraft treten.

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit bei Ericsson: https://www.ericsson.com/en/about-us/sustainability-and-corporate-responsibility