Bundesverbands der deutschen Heizungsindustrie

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Energiekosten weiterhin
auf Rekordkurs - was tun?

 Solarthermie als energieeffizienter Kostendämpfer bei Heizöl und Gas

Amberg (djd|wro) - Millionen Bundesbürgern drohen im Laufe des Jahres hohe Energieab-rechnungen für die vergangene Heizperiode. Vorerst ist kein Ende der Preissteigerungen in Sicht. „Die eigentliche große Erhöhungswelle wird sogar erst noch kommen“, prognostiziert Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Heizungsin-dustrie (BDH). Der volle Heizöltank für ein Einfamilienhaus, das sind ungefähr 3.000 Liter, kostet derzeit um die 2.700 Euro. Vor einem 

Durch flexible Montagemöglichkeiten kann eine solarthermische Anlage an nahezu alle baulichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Zugleich lässt sie sich mit jedem Wärmeerzeuger kombinieren. Foto: djd/BDH

Die staatliche Förderung der Solarthermie durch das Bun-desamt für Wirtschaft und Aus-fuhrkontrolle (BAFA) ist nach wie vor verfügbar – und mit bis zu 45 Prozent so lukrativ wie nie zuvor. Foto: djd/BDH/Stefan Kiefer

Jahr gab es ihn zum gleichen Zeitpunkt noch für rund 1.200 Eu-ro. Das bedeutet mehr als eine Verdoppelung des Heizölpreises innerhalb von zwölf Monaten.

Heizkosten dauerhaft senken

Preistreiber bei den Heizkosten sind vor allem das Ende der befristeten Mehrwertsteuersenkung, die Einführung der CO2-Abgabe auf Erdgas und Heizöl sowie gestiegene Großhandelspreise. Kostendämpfender Silberstreif am Horizont kann die Nutzung von Solarthermie sein. Dank flexibler Montagemöglichkeiten sind solarthermische Anlagen mit allen Energieträgern kombinierbar und reduzieren insbesondere bei Gas und Heizöl spürbar die Kosten. So wird die Heizung im Keller von Mai bis Oktober oftmals überhaupt nicht benötigt. Im Winter kann die Heizung aus der Kraft der Sonne einen Teil des Warmwasserbedarfs abdecken und somit effizient das zentrale Heizsystem entlasten. Und last but not least macht die Solarthermie den Verbraucher auch unabhängiger von unkalkulierbaren Preissprüngen am Energiemarkt. Auf dem Verbraucher-portal www.sonnigeheizung.de gibt es mehr Informationen rund um die-ses Thema. „Eine solarthermische Anlage nutzt die unterschiedlichsten Gegebenheiten vor Ort und kann nahezu an alle baulichen Rahmenbe-dingungen angepasst werden. Gleichzeitig lässt sie sich mit jedem er-denklichen Wärmeerzeuger kombinieren“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Von Zuschüssen profitieren

Für den Einbau einer Solarthermie-anlage gibt es attraktive Fördermög-lichkeiten. Diese sind nicht von den zwischenzeitlich ausgelaufenen För-derungen der Kreditanstalt für Wie-deraufbau (KfW) betroffen, sondern bleiben bestehen. Wer eine Solar-thermie-Anlage auf dem Dach nach-rüstet, bekommt mindestens 30 Pro-zent der damit verbundenen Kosten vom Staat zurück – auch beim Einbau einer Hybridheizung aus Gas-Brenn-wertkessel und solarthermischer An-lage. Die Modernisierung von alten Ölheizungen lohnt sich besonders: Dank zusätzlicher Austauschprämie stehen hier beim Tausch gegen eine nachhaltige Hybridheizung mit So-larthermie Förderkonditionen von
40 bis 45 Prozent in Aussicht.

Gerade in Zeiten, in denen die Heizkosten Rekordniveau erreichen, stellt eine solarthermische Anlage auf dem Dach eine erhebliche finanzielle Entlastung dar. Foto: djd/BDH